Kommerzienrat Berolzheimer und seine Söhne gründeten 1903 eine Stiftung, die den Bau des Luitpoldhauses ermöglichte. Dort war die aus einer Privatinitiative hervorgegangene Volksbücherei untergebracht, die 1921 von der Stadt Nürnberg ünernommen wurde. Bis 1973 existierte diese als „Stadtbücherei“.
Luitpoldhaus und das benachbarte Katharinenkloster wurden bei einem Luftangriff am 2. Januar 1945 fast gänzlich zerstört. Die Bibliothek arbeitete zunächst in den verbliebenen „Resträumen“. In den 50er Jahren wurde dann das Luitpoldhaus für die Bibliothek und die Naturhistorische Gesellschaft wieder aufgebaut. Von 1945 bis 1969 war übrigens auch die Musikbibliothek im Luitpoldhaus untergebracht.
1973 wurden „Stadtbücherei“ im Luitpoldhaus und die „Stadtbibliothek“ am Egidienplatz organisatorisch zusammengelegt. Seitdem existiert die Zentralbibliothek im Luitpoldhaus. Die Bestände sind auf die Bibliothek Egidienplatz und die Zentralbibliothek verteilt.
Anfang der 80er Jahre wurde die Bibliothek erheblich erweitert: Das Wand an Wand an das Luitpoldhaus angrenzende, ehemalige Katharinenkloster wurde für die Bibliothek wieder aufgebaut. Dieser Wiederaufbau galt in der Fachpresse schon bald als gelungenes Beispiel für Instandsetzung und Nutzung historischer Gebäude. Die Bibliothek allerdings musste ihr Konzept in die vorgegebenen Räume hinein komponieren - eine Ideallösung (etwa mit niveaugleichen Etagen zum Luitpoldhaus) war damit nicht möglich.
Die erweiterte Zentralbibliothek wurde am 3. Dezember 1983 in Betrieb genommen.

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